Hochschule 2.0 - Leitantrag der Jungen Liberalen beschlossen
Hochschulautonomie, Leistungsorientierung und neue Wege bei der Finanzierung sind Kernelemente des Hochschulantrages „Hochschule 2.0“ der Jungen Liberalen. Diesen haben sie mit großer Mehrheit auf ihrem 39. Landeskongress im Schloss Neuhausen (Berge/Neuhausen) beschlossen.

LÜCKE: „Mit dem Leitantrag haben sich die Jungen Liberalen zukunftsweisende und ambitionierte Leitlinien für die Hochschulpolitik des Landes gegeben.“
So fordern die JuLis eine deutliche Erhöhung der staatlichen Mittel, die über den OECD-Schnitt liegen und gleichzeitig leistungsorientiert ausgezahlt werden sollen. Auch die sogenannten Drittmittel stehen im Zentrum der Forderungen. So fordern die JuLis Drittmittel neben der Forschung auch verstärkt für die Lehre zu nutzen und sprechen sich dabei für die Einführung einer „Exzellenzinitiative für Lehre“ aus. Als dritte Säule der Finanzierung fordern die Jungen Liberalen die Einführung von nachgelagerten Studiengebühren.
„Mit nachgelagerten Studiengebühren, die nach dem Studium, mit dem Erreichen einer bestimmten Einkommensgrenze, schrittweise über das Steuersystem zurück gezahlt werden müssen, erlauben wir jedem Studenten einkommensunabhängig zu studieren. Gleichzeitig sorgen wir für Gerechtigkeit, wenn in Zukunft nicht mehr Geringverdiener und kleinere Einkommen das Studium eines Studenten mitzahlen müssen,“ erklärt der Landesvorsitzende Kevin Lücke.
Das einkommensunabhängige BAföG ist ebenfalls Forderung der Jungen Liberalen. So soll jeder Student BAföG, unabhängig vom Einkommen der Eltern, erhalten und nach dem Studium vollständig zurückzahlen. So kann Bürokratie und Ungerechtigkeit abgebaut und das System gleichzeitig finanziell entlastet werden. Darüber hinaus unterstützen die JuLis die Einführung des nationalen Stipendiensystems ausdrücklich.
Einen neuen Weg wollen die Jungen Liberalen auch bei der studentischen Mitbestimmung gehen. So fordern die Jungen Liberalen die Abschaffung der verfassten Studierendenschaft und damit des ASTA.
„Als einzige Jugendorganisation in Brandenburg setzen wir hier ein deutliches Zeichen. Für studentische Mitbestimmung braucht man keine Zwangsabgabe durch die Studenten, bei der deren Verwendung nicht selten mehr als fragwürdig ist. Bayern und Baden Württemberg zeigen, dass auch ohne die verfasste Studierendenschaft Mitbeteiligung erfolgreich möglich ist,“ so LÜCKE.
Auch mit ihrer Forderung nach Umwandlung der Hochschulen zu Körperschaften des öffentlichen Rechts bzw. reinen Stiftungen, setzen die Jungen Liberalen ein klares Zeichen für autonome Hochschulen. So sollen Hochschulen vor allem Finanz- und Personalautonomie erhalten aber auch Freiheit in Wissenschaft und Forschung.
„Der Leitantrag ist eine umfassende Forderung nach einem Kurswechsel im Land. Während die Landesregierung den Hochschulen das Geld entzieht, wollen wir die Investitionen in Brandenburg als Standort für Wissenschaft und Forschung stärken, Chancengerechtigkeit für die Studenten, und Leistungsorientierung sowie Freiheit für Brandenburgs Hochschulen,“ so LÜCKE weiter.

